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10 Restaurants in Las Galeras entwickeln biodiversitätsfreundliche Speisekarte

Hauptverantwortlich für den Verlust der biologischen Vielfalt ist unser Nahrungssystem. Das gemeinsame Projekt mit der TUI Care Foundation zielt darauf ab, das Angebot an nachhaltigen, biodiversitätsfreundlichen Lebensmitteln in 10 Restaurants in der Dominikanischen Republik zu erhöhen. Die teilnehmenden Betriebe erhielten Tipps für den Lebensmitteleinkauf und die Zubereitung biodiversitätsfreundlicher Gerichte.

10 Restaurants in Las Galeras entwickeln biodiversitätsfreundliche Speisekarte

Die biologische Vielfalt nimmt weltweit dramatisch ab. Das von Menschen verursachte Artensterben ist schätzungsweise 100- bis 1.000-mal höher als das natürliche Artensterben. Hauptverantwortlich ist unser globales Nahrungsmittelsystem, da die derzeitige Lebensmittelproduktion in hohem Maße auf den Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden, Energie, Land und Wasser sowie auf nicht nachhaltige Landwirtschaftspraktiken wie Monokulturen und intensive Bodenbearbeitung setzt.

Um den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen, müssen wir unsere Ernährung auf vorwiegend pflanzliche Produkte umstellen, mehr Flächen schützen und eine ökologische Landwirtschaft fördern.

Hier setzt das gemeinsame Projekt mit der TUI Care Foundation und KATE in Kooperation mit TourCert an, welches als Teil des übergreifenden Projektes „Transforming Tourism“ von der Austrian Development Agency (ADA) gefördert wird.

Das Projekt zielt darauf ab, das Angebot an nachhaltigen, biodiversitätsfreundlichen (insbesondere lokalen) Lebensmitteln in 10 Restaurants in der Dominikanischen Republik zu erhöhen.

In der Zusammenarbeit mit der Hochschule Eberswalde wurden Kriterien für die Erstellung einer biodiversitätsfreundlichen Speisekarte entwickelt sowie Tipps für den Lebensmitteleinkauf erarbeitet und an die Restaurants weitergegeben.

Praktische Umsetzung der Kriterien und Tipps für mehr Biodiversität

Wie diese Kriterien und Tipps praktisch umgesetzt werden können, zeigte Projektpartner und Koch Carlos Estevez mit den teilnehmenden Restaurants. So wurden Gerichte aus nicht verkauften Lebensmitteln hergestellt, wie z.B. Smoothies oder leckere Chutneys aus lokalen Früchten und Gemüse. Auch wurden verschiedene Marmeladen mit saisonalem Obst, das sonst oft auf den Feldern verrottet, produziert. Dies hilft nicht nur die Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, sondern bringt den Betrieben durch den Verkauf der Smoothies oder Marmeladen zusätzliche Einnahmen.

Bei Fischgerichten wird streng darauf geachtet, dass nur Fische aus lokaler Herkunft und unter Beachtung der Schonzeiten eingekauft und verwendet werden.

Insgesamt hat der Workshop bei den Teilnehmer:innen zu einem besseren Verständnis geführt, wie sie zur Förderung der biologischen Vielfalt beitragen können.

Welche Tipps die Gastronomie beim Kauf von Lebensmitteln berücksichtigen sollten:

  • Kauf von Lebensmittel, die mit geringen Umweltauswirkungen produziert wurden (z.B. ohne Pestizide angebaute Lebensmittel).
  • Kauf von Lebensmittel, die ohne die Zerstörung von Ökosystemen hergestellt werden (z. B. ohne Zerstörung von subtropischen oder tropischen Primärwäldern, Mangrovenwälder, Meeresökosysteme), die für die Erhaltung der Artenvielfalt wichtig sind. Für landwirtschaftliche Erzeugnisse (Palmöl, Soja, Kaffee, Kakao) und Fischprodukte, deren Produktion nicht mit der Zerstörung artenreicher Ökosysteme einhergeht, gibt es Nachhaltigkeitssiegel, die eine Orientierung bieten: z. B. GEPA, MSC, ASC, RSPO, RTRS, Danube/EU Soya, Pro Terra.
  • Umsetzung von Maßnahmen zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung.
  • Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung von tierischen Produkten.
  • Kauf von „alten und seltenen Sorten“ zur Förderung der Agrobiodiversität. Obwohl weltweit mehr als 6000 Pflanzenarten zur Ernährung angebaut werden, tragen nur etwas weniger als 200 Arten wesentlich zur globalen Nahrungsmittelversorgung bei. Diese Entwicklung ist auch im Hinblick auf die Ernährungssicherheit besorgniserregend, denn je weniger Sorten angebaut werden, desto größer ist die Gefahr von Ernteausfällen durch Schädlinge oder extreme Wetterereignisse.

Mögliche Kriterien für die Erstellung einer biodiversitätsfreundlichen Speisekarte:

  • Möglichst hoher Einsatz von regionalen Lebensmitteln
  • Möglichst hoher Einsatz von Lebensmitteln aus (regionaler) ökologischer Produktion (wenn möglich zertifiziert)
  • Kein Einsatz von gentechnisch veränderten Produkten
  • Möglichst hoher Einsatz von pflanzlichen Lebensmitteln
  • Verwendung von ausschließlich zertifizierten Meeresfisch sowie zertifizierten Fisch aus Aquakulturen oder Fisch aus der Region, der nachweislich umweltverträglich gefischt oder gezüchtet wurde
  • Wenn tierische Lebensmittel, dann Produkte aus artgerechter Tierhaltung
  • Kein Einsatz gefährdeter Pflanzen und Tiere
  • Die lokale Sortenvielfalt in der Landwirtschaft wird unterstützt, indem Gerichte mit Zutaten aus regionaltypischen Kulturpflanzen, alten Sorten und traditionellen Nutztierrassen angeboten werden.
  • Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung werden ergriffen (verschiedene Portionsgrößen, gute Beratung, Information durch Mitarbeiter, etc.)
  • Gäste werden über die biologische Vielfalt insbesondere zu regionaltypischen, alten Obst- und Gemüsesorten sowie traditionellen Nutztierrassen informiert.

Serving Sustainable Food in Dominican Republic

Das gemeinsame Projekt von Futouris, der TUI Care Foundation und KATE zielt darauf ab, das Angebot an nachhaltigen, biodiversitätsfreundlichen (insbesondere lokalen) Lebensmitteln in 10 Restaurants in der Dominikanischen Republik zu erhöhen.

 

Zum Projekt

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